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FLORA

Die Flora Neuguineas muß grundsätzlich in verschiedene Zonen aufgeteilt werden, da das Vorkommen der Pflanzen von der Höhenlage und vor allem auch von der Niederschlagsmenge abhängt. Die Verteilung der verschiedenen Zonen gliedert sieht wie folgt:

1.

Alpine Hochgebirgszone

2. Hochgebirgszone
3. montane Hochlandzone 4. niedere Gebirgszone
5. Savanne 6. Tiefland - Regenwald
7. Schwemmland 8. Küstenzone
       

1.) Alpine Hochgebirgszone

Diese Zone besitzt ein ewiges Schnee- und Eisgebiet, in welcher der Mensch kaum mehr siedelt. Diese Zone ist auf Neuguinea nur beim Puncak Jaya mit einer Höhe von 5030 Meter über NN und seinen benachbarten Gebirgsspitzen zu finden. Es ist eine Fläche von immerhin ca. 40 km² und das nur wenige Grad südlich des Äquators.

2.) Hochgebirgszone

Sie beginnt ab etwa 3000 Meter Höhe über NN. Dies ist auch die Zone des sogenannten Nebelwaldes. Die Bäume besitzen hier ein leicht verkrüppeltes Aussehen und haben viele Verknorrungen. Die Bäume sind voll von Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) und dicht mit Moos bewachsen. An den Stämmen sind Bartgewächse zu finden. Es finden sich ebenfalls viele Erikagewächse, da hier viel Licht zum Boden vordringt. Ab 3500 m. über NN befindet sich nur noch ein Buschgürtel, welcher teilweise mit Rhododendrongewächsen überzogen ist.

3.) montane Hochlandzone

diese Zone ist zwischen 2000 und 3000 Meter über NN zu finden. Sie zeichnet sich durch eine Unmenge von Schlingpflanzen, Orchideen, Farnen, Kletterpflanzen und Epiphyten inmitten eines Mischwaldes aus. In diesen Regionen sind auch noch die letzten Primärwälder Neuguineas zu finden. Ein Primärwälder ist ein Wald welcher noch in seiner Ursprungsform erhalten ist. Das heißt, daß nicht in den natürlichen Wachstum des Waldes, z.B. durch Brandrodung, eingegriffen worden ist. Vielmals sind hier Baumfarne dominierend, wie z.B. von der Gattung Cyathea und Dicksonia, welche Höhen bis zu 4 Meter aufweisen können.

4.) niedere Gebirgszone

Diese befindet sich auf einer Höhe zwischen 1000 und 2000 Metern über NN. In diesen gemäßigten Zonen ist der immergrüne Regenwald am üppigsten ausgeprägt. Alle Übergänge von einer Zone zur anderen sind fließend, was sich auch im Baliem-Tal widerspiegelt. Dieses Tal, vor allem Wamena mit einer Höhe von 1630 Metern über NN, besitzt auch viele Pflanzenarten welche der montanen Hochlandzone zugeordnet werden können.

5.) Savanne

Savannengebiete sind in Neuguinea selten zu finden Vor allem jedoch am Südzipfel West-Papuas im Wasur-Nationalpark. Auch im Gebiet des heutigen Port Moresby ist eine Savanne anzutreffen. In diesen Gebieten dominieren Akazien und Eukalyptusbäume.

6.) Tieflandregenwald

Dies ist der Wald welcher die größte Artenvielfalt hervorbringt. Das subtropische Klima ist hervorragend geeignet um einen ständigen und vor allem üppigen Pflanzenwachstum hervorzurufen. Über 1200 Baumarten sind bisher in diesen Regionen bekannt, welche immerhin 80 Epiphytenarten beheimaten. Diese Epiphyten lassen ihren Wirten, den Bäumen, in einer Symbiose bestimmte Nährstoffe zukommen.

7.) Schwemmland

Im Schwemmwald sind vor allem die Sagopalmwälder zu nennen, welche in bestimmten Gebieten das Grundnahrungsmittel der Bevölkerung darstellen. Ebenfalls sind Mangrovenwälder zu nennen welche ein besonderen Artenreichtum entwickelt haben. Unterschieden werden muß der Süßwasser-Sumpfwald mit seinen Sumpfgräsern, Sagopalm- und Pandanus-Wäldern gegenüber dem Salzwasser-Sumpfwald mit den Mangrovenwälder. An dessen Übergang befinden sich jedoch sehr oft die Nipa-Palm-Wälder.

8.) Küstenzone

Direkt an den Küsten prägen die Kokospalmen das Bild. Diese Palmen stellen einen wichtigen Bestandteil an Lebensmitteln zur Verfügung. Zu nennen sind aber auch die teilweise enorm ausgeprägten Pandanuswälder (Schraubenbaum). Diese Gattung ist hier mit 620 verschiedenen Arten vertreten.

Text und Bilder  Harald Melcher 1999

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